Tambourenverein zeigt am Unterhaltungsabend mehr als nur «Trommeln»
Zum ersten Mal überhaupt führten die Lüchinger Tambouren ihre Unterhaltungen an einem Wochenende auf. Insgesamt standen drei Vorführungen auf dem Programm. Und obwohl am Freitag mehrere Vereine zu ihrer Unterhaltung einluden, konnte der Tambourenverein auf eine gelungene Freitagspremiere zurückblicken. Das Fazit der Vereinsmitglieder fiel mehr als zufriedenstellend aus. Dreiviertel der Halle war gefüllt. Und wer dachte, dass ein Abend voller Trommelschläge monoton sei, wurde eines Besseren belehrt.
Zugegeben, der Abend war nichts für empfindliche Ohren. Es war jedoch keineswegs ein «Dahergetrommel». Die Schläger der Spieler flogen so schnell auf das gespannte Fell, dass es kaum mit den Augen zu verfolgen war. Wie präzise die Schläge waren, war jedoch zu hören. Beim Stück «Doppelotti», in dem sich die Tambouren in zwei Lager unterteilten und eine Art Frage-/Antwortspiel vorführten, wurde eine Zugabe gefordert. Die jüngsten Tambouren zeigten, was man mit einer Trommel alles anstellen kann: Beispielsweise diejenige seines Nachbarn mitbenutzen oder einfach auf den Schlägern spielen.
PET-Flaschen und grosses musikalisches Finale
Musikalische Abwechslung war garantiert – nicht zuletzt dank der Claironisten, die dieses Jahr am «Eidgenössischen» den zweiten Platz erreichten. Und die Tambouren selbst zeigten mit dem Stück «Pet Beat», dass man mit leeren PET-Flaschen als Schläger auf einer Holzbank spielen kann. Der Fokus lag klar auf der Musik – die kurzen Ansprachen, Witze und Theatereinlagen dazwischen lockerten jedoch das Programm auf.
Spätestens beim musikalischen Finale, als sowohl die Tambourenspieler als auch die Claironisten zusammen ein Medley zum Besten gaben, lösten die Lüchinger ihr Versprechen ein: Das Publikum klatschte lautstark im Rhythmus mit.
Quelle: rheintaler.ch